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Wittenberg. (xv) Die Standorte für die WRTC 2018 stehen nach der abschließenden Untersuchung  jetzt fest. Die Untersuchung der Standorte für die WRTC ergab, dass alle Sites topografisch wie hochfrequenztechnisch gleich und sehr gut geeignet sind. Zu diesem Ergebnis kommt Ulrich Weiß (DJ2YA), der zusammen mit Frank Neumann (DM5WF) vom letzten Samstag bis Montag insgesamt 80 in Frage kommende sites in der Gegend rund um Mühlberg, Jessen und Jüterbog überprüfte. „Wir haben die Standorte auf den Winkel zum Horizont hin mit einem Theodoliten geprüft. Es gibt keine Erhebungen, die über 1° Grad liegen. Auch die Reflexionszone in einem Radius von etwa 500 Meter um den Antennenstandort herum untersuchten wir auf steigendes und fallendes Gelände“, berichtet Ulrich Weiß „Letzteres führte aber dazu, dass 5 Standorte verworfen wurden. Bei den vorhanden 80 Standorten, war es kein Problem, Ersatz zu finden. Besonderes Augenmerk galt der Richtung Nord-Amerika, denn in diese Richtung  ist eine große Anzahl von DX-Verbindungen möglich“, ergänzt Frank Neumann. Unterstützt wurde das Messteam von Andreas Thron (DL8UAT), Wolfgang Tretschock (DL2RSF) und Andreas Winter (DK4WA).      


Neben den topografischen Aspekten wurden alle sites auch auf störende Beeinflussungen durch Hochspannungsleitungen, Windenergieanlagen oder Eisenbahnlinien untersucht. Mit einem ICOM IC 7300 und einer Aktivantenne wurde von den sites aus in alle Richtungen gemessen ohne dass Auffälligkeiten erkennbar waren. Die verwendete Antenne, die der Messung von Rauschpegeln dient, wurde von Jörg Logemann (DL2NI) entwickelt und gebaut. Für möglich gehaltene Störquellen wie beispielsweise Hochspannungsleitungen rücken nie näher als 500 m an die sites heran. Der Abstand zwischen den einzelnen Standorten beträgt mindestens 1000 m. „Bei den Temperaturen von 34°C waren die Messungen kein Zuckerschlecken. Und der ein oder andere Passant hat uns etwas ungläubig vielleicht auch kopfschüttelnd beobachtet. Das fremde Autokennzeichen abseits der Straße mit einem Antennengebilde auf dem Fahrzeugdach ist für den Laien zumindest ungewöhnlich. Bei der Fahrt von und zu den 80 einzelnen Standorten legten wir 620 km zurück“, erzählt Ulrich Weiß. Das macht auch deutlich, welches Areal zum Austragen einer Weltmeisterschaft nötig ist und welcher Herausforderung sich das Organisationsteam stellen musste, um das Qualitätsmerkmal „Gleichheit der Standorte“ zu erfüllen. In der flachen Landschaft zwischen Wittenberg, Jessen, Mühlberg und Jüterbog ist das Qualitätsmerkmal zu 100 Prozent erfüllt. Für die Wettkämpfer sind das beste Voraussetzungen. In 44 Tagen beginnt das Großereignis. 

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