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Wittenberg. (xv) Fast beiläufig erwähnt Robby Pöschk, DM6DX, in der letzten Telefonkonferenz: „Na ja, dann haben wir die 1300 Besenstiele und die mehr als 30 Kilometer Trassierband zusammen mit den über 65 Dixi's auch in der Reihe.“ Das sorgte in der Runde der Organisatoren der WRTC 2018 für gewisse Heiterkeit und Ungläubigkeit gleichermaßen. Verwundert fragte der Pressesprecher nach Sinn und Zweck zumindest der 1300 Besenstiele. „Mit Lufthaken kann ich den Bereich der Sites nun mal nicht absperren“, war die erhellende Antwort des für die Logistik zuständigen Organisators Robby Pöschk.


Dem einfachen Absperren dient nämlich die Kombination aus je 20 Besenstielen und 500 m rot weißem Trassierband, das die Antennen und die Stationszelte an den 65 Standorten umgibt. So wird vermieden, dass sich jemand in den Abspannungen von Mast, Antennen und Zelt verfängt und so Schaden anrichtet. Ungewöhnlich bleibt es dennoch, weil auf den ersten Blick ein Unbedarfter mit der Notwendigkeit von Besenstielen bei der Amateurfunk Weltmeisterschaft nicht unbedingt rechnet.
Die Notwendigkeit von Toiletten ist gewiss sofort erkennbar. Dass hinter dem bloßen Bestellen der blauen Aborte ebenfalls viel logistischer Aufwand steht, erklärt sich schon leichter. Die Toilettenhäuschen müssen schließlich pünktlich an 65 Standorten aufgestellt und nach Contestende zügig wieder abgeholt werden.
Im Gespräch berichtet Robby, DM6DX, von den kleinen und größeren Herausforderungen in der Logistik der WRTC: „Da sind 130 Tische, Lampen, Ventilatoren und 198 Stühle die ja nicht beim Möbelhaus um die Ecke jederzeit verfügbar sind. So beziehen wir die Lampen für die Stationen direkt vom Hersteller.“
Beim Zuhören in den regelmäßig stattfindenden Telefonkonferenzen der Bereiche Organisation, Internet Technologie und Öffentlichkeitsarbeit wird schnell deutlich, welch‘ immenser Aufwand mit der WRTC verbunden ist. Da gibt es die logistische Komponente mit all‘ ihren Facetten des Heranschaffens und Verbringens von Material, wie Antennen, Masten, Stromaggregaten und Stationszelten. Vom Unterbringen und Transport von Gästen, Schiedsrichtern und Volunteers bis hin zu Parkplätzen in der Lutherstadt Wittenberg und den intensiven Gesprächen mit den Kommunalverwaltungen in Wittenberg und Jessen, wird in den Konferenzen der Organisation berichtet, besprochen, verabredet und entschieden.
Aber diese genannten Aspekte sind nur ganz wenige Beispiele, die aus der Themenfülle heraus gegriffen sind. Ins technisch „Eingemachte“ geht es bei den IT-Konferenzen und wer sich in dem Metier nicht auskennt, versteht nur Bahnhof. Darum, wie die WRTC in der Öffentlichkeit in Wort, Bild und Film dargestellt werden kann, welche Nachrichten, Meldungen und Berichte den Weg in Welt finden sollen, ist schließlich in den Besprechungen des Teams „PR“ auf der Agenda.

Und über allen Themen in jedem Organisationstrang der WRTC 2018 tickt die Uhr des Countdowns bis zum Beginn der Weltmeistschaft unbeeindruckt weiter. Sie wirkt auf die Organisatoren motivierend, denn die „To Do“-Listen zeigen neben noch offenen Positionen auch viele als „erledigt“ markierte Einträge. „Wenn es so weiter geht, bin ich sicher, dass mit dem Countdown  ein sehr positiver Adrenalinspiegel mehr und mehr steigt und das heißt nichts anderes als große (Vor-)Freude auf das, was kommt“, ist sich Chris Janßen, DL1MGB, Präsident des WRTC 2018 e.V., sicher.  Noch sind es 46 Tage, bis der Startschuss zur ersten WRTC in Deutschland fällt.

f t