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Place Call Oper1 Oper2 RawScore
1 Y81N LY9A LY4L 5940158
2 Y81A DJ5MW DL1IAO 5385432
3 Y82V N6MJ KL9A 5064619
4 Y81M F8DBF F1AKK 5026428
5 Y86Q LZ4AX LZ3FN 4950612
6 Y89A S50A S57AW 4939067
7 Y89R US2YW UW7LL 4914190
8 Y84W 9A7DX 9A3LG 4843038
9 Y84Z OM3BH OM3GI 4835200
10 Y82G IZ3EYZ IK4VET 4781672
11 Y81U 9A1UN 9A6XX 4728119
12 Y87W YO8TTT UT5GW 4727317
13 Y87O N2NL W2SC 4727118
14 Y87C K1LZ YO9GZU 4715006
15 Y81D UR0MC VE3DZ 4707999
16 Y87M N4YDU N3KS 4705872
17 Y84X K6XX WA6O 4697314
18 Y83O ES5TV ES2RR 4682220
19 Y82F E77DX 9A5K 4613024
20 Y82K W2GD AA3B 4557766
21 Y84O R8CT UA4FER 4482860
22 Y84Q K3LR DL1QQ 4425185
23 Y83V N9RV N6TR 4399560
24 Y81R RW7K UB7K 4382880
25 Y82D HA8RT DK6SP 4382068
26 Y86C RW1A RA1A 4379928
27 Y89U K9VV VE3EJ 4311844
28 Y84P OH6KZP OH6UM 4304214
29 Y83P N5AW K5WA 4287685
30 Y83L K1DG N2NT 4272124
31 Y82A YO8SCA S55M 4267754
32 Y87U SM5AJV SM3SGP 4240911
33 Y87G DL2CC DK9IP 4229376
34 Y84B EA2OT EA8RM 4175744
35 Y89D DL4NAC DL8DYL 4155186
36 Y86Y VA2EW DL1CW 4154540
37 Y83C LU1FAM YO9WF 4115668
38 Y81K UA2FB RA2FA 4108800
39 Y86O OM2VL OM3RM 4066500
40 Y86J EC2DX EA5KA 4029907
41 Y87K OK2ZI OK2ZC 4018924
42 Y82M F4DXW F8CMF 4015944
43 Y84C JH5GHM WA1Z 4015104
44 Y83U N4TZ N1UR 4011708
45 Y87L PY1NX PY2SEX 3967176
46 Y82N YV1DIG RA9USU 3940125
47 Y83X 4X6FR 4X1DX 3936111
48 Y82L N6XI AE6Y 3911853
49 Y83B LZ5VK RW4WR 3909450
50 Y83K KE3X KD4D 3855566
51 Y84J RC9O UA9PM 3793873
52 Y89M ZL3CW F6BEE 3779055
53 Y82B AD4Z NP4Z 3771768
54 Y84Y K2PO KU1CW 3729528
55 Y87V VE7CC VE7SV 3550400
56 Y83Z CE2LR KG5HVO 3504240
57 Y84G UN9LW UN9L 3461388
58 Y82W E73A 4O3A 3252400
59 Y89N ZL3IO ZL4YL 3246541
60 Y86W K3PA N3AD 3239895
61 Y86P E21EIC 9M2ZAK 2791524
62 Y86V OR2F ON5RA 2619190
63 Y87B VY2ZM KK6ZM 2517206

Im Kurz-Interview Gedas Lucinskas, LY9A, und Mindis Jukna, LY4L.

Das Team aus Litauen hat mit über 5200 QSOs und mehr als 5,9 Mio Punkte die WRTC 2018 mit großem Abstand sehr wahrscheinlich für sich entschieden. Die Station wurde mit zwei YAESU FTDX-5000 betrieben. Wie bei allen anderen Contest-Stationen wurde ein HD-Spider-Beam mit einem eingebauten 40m-Dipol eingesetzt. Mit einer speziell für die WRTC von WIMO angefertigten Dipol-Antenne wurde auf 80m gefunkt. Der Spider-Beam war in 12m Höhe an einem Aluminium-Schiebenmast angebracht und kurz darunter befand sich die Einspeisung für den 80m-Dipol. Paul Bigwood, G3WYW, vom Prime-Sponsor YAESU freute sich mit dem Siegerteam aus Litauen und ließ es sich nicht nehmen, an der site in Annaburg dem erfolgreichen Team herzlich zu gratulieren. Er ließ sich die Station zeigen. Ein wahrlicher „hotspot“, denn im Stationszelt kletterte die Temperatur locker auf fast 40°C. „Eine phänomenale Leistung der Freunde aus Litauen und ich bin beeindruckt und begeistert gleichermaßen“, sagte Paul im Beisein der Mannschaft.

Nach und nach treffen die Wettkampfteams mit ihren Schiedsrichtern im Wittenberger Luther-Hotel ein. Hinter ihnen liegen 24 Stunden Wettkampf. Viele tausend Verbindungen sind in den Logbüchern festgehalten. Jetzt sind die USB-Sticks an die Auswerter übergeben worden und die Logbuchdateien werden einer strengen Kontrolle unterzogen. Morgen wissen wir mehr dazu, wie sich die Platzierungen der 63 Teams im Einzelnen darstellen.

> Mehr Fotos in der Galerie.

Beobachtungen bei ABG-3
Sonntag, 14.00 Uhr, Contestende. Tiefes Durchatmen bei den Dreien an der Site ABG-3. 24 Stunden liegen hinter ihnen. Schiedsrichter Michael Fulcher, KC7V, kommt aus dem Zelt, spricht kurz mit uns und bittet darum, dass wir vom Medienteam uns noch etwas gedulden mögen. „Klar doch, wird gemacht“, erwidere ich in gebrochenem Englisch bevor wir Michael das Zelt wieder mit dem Reißverschluss verschließt.
Unterdessen versammeln sich immer mehr „Volunteers“ und „Organizers“ auf dem trockenen, staubigen Feld etwa 6 km südöstlich von Jessen. Mehrere Fotografen haben sich schon vor dem Zelteingang aufgebaut, um den Moment abzupassen, an dem die Operator von Y81N nach etwas mehr als 24 Stunden das Zelt verlassen. Ruhige, sachlich klingende Gesprächsfetzen dringen aus dem Zelt nach außen. Leichte Ungeduld macht sich breit. „Nun macht hinne,“ denkt einer der Umstehenden laut und augenzwinkernd.

Hat es das Team aus Litauen tatsächlich geschafft? Mit mehr als 5,9 Mio Punkten liegen Gedas, LY9A, und Mindis, LY4L, deutlich vor dem deutschen Team mit Manfred, DJ5MW, und Stefan, DL1IAO. Die Deutschen erreichten 5,3 Mio Punkte. Ob es bei den Punktezahlen bleibt, steht nicht fest, denn jetzt ist die Stunde der Auswerter. Der Datenträger mit den Funkverbindungen liegt dem Auswerteteam vor. Auf die Anrufe „CQ contest, Y81N, CQ Test de Y81N“ der Litauer folgten 5212 Funkverbindungen. Mit Contestende erreichte die deutsche Mannschaft 4974 Funkverbindungen.
Welches Team auf weiteren Plätzen folgt ist offen, da die Punktabstände zwischen Platz drei bis sechs sehr gering sind. Zur Zeit liegen die Goldmedaillen-Gewinner von 2014 aus den USA auf Platz drei gefolgt von den Teams aus Slowenien, der Ukraine und Bulgarien. Wer am Ende die Plätze belegt und ob sich bei den vorn liegenden Mannschaften noch etwas ändert, bleibt abzuwarten.
Wieviel Punkte nach der Auswertung bei allen Teams übrigbleiben, liegt jetzt in den Händen der Auswerter die alles genau nachprüfen.
Wer das scoreboard verfolgte, erkannte, wie schnell sich die Platzierungen der Teams änderten.
Was für die Zuschauer interessant und spannend war, blieb den Wettkampfteams verborgen, denn –so sehen es die Wettkampfbedingungen vor-  an den Funkstationen ist Smartphone, Internet & Co. absolut tabu. Selbst die Schiedsrichter verfügen nur ein einfaches Telefon für Notfälle oder Fragen an die Organisatoren und Wettkampfrichter. Deshalb sind erst heute nach 14.00 Uhr für die Wettkampfteams die Überraschungsmomente gesetzt: Wo sind wir gelandet und wo unsere Konkurrenten? Den Teams steht Erschöpfung und Erleichterung gleichermaßen im Gesicht geschrieben. Nach 24 Stunden höchster Konzentration auf die Funksignale stehen jetzt Entspannung und Erholung an. Aber das wird nicht jedem Team sofort gelingen, denn der Adrenalinspiegel sinkt nur allmählich. Deshalb wird sich nicht jeder sofort schlafen legen können.
Es ist wohl eine Mischung aus Glücksgefühlen, der Freude über das Erreichte und es endlich „hinter sich zu haben“, die bei allen 63 Teams und den ebenso wichtigen Schiedsrichtern vorherrschend ist.

f t