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Die Gewinner der Weltmeisterschaft der Funkamateure kommen aus Litauen. Gedas Lucinskas (LY9A) und Mindis Jukna (LY4L) siegten vor der deutschen Mannschaft mit Manfred Wolf (DJ5MW) und Stefan von Baltz (DL1IAO) aus Baden-Württemberg. Auf dem dritten Platz stehen Chris Hurlbut (KL9A) und Daniel Craig (N6MJ), sie wurden vor vier Jahren in Boston Weltmeister.

 

Insgesamt wurden von den 63 Wettkampfteams mit 262.746 Funkverbindungen während des 24stündigen Wettbewerbs Funkamateure in aller Welt erreicht. Mit den Wettkämpfern und Schiedsrichtern waren über 40 Nationen in Wittenberg vertreten.

 

Jetzt wurden den siegreichen Teams die Pokale überreicht und die Freude war bei allen Teams groß.

In seiner Begrüßungsansprache blickte Christian Janßen, DL1MGB, auf die ereignisreichen 4 Jahre zurück. Vor allem auf die großartige Teamleistung ging er ein. Christian rief stellvertretend für die über 300 Helfer, vier Unterstützer auf die Bühne, die im Hintergrund Großes geleistet haben. Oskar Radwan, DL3OF, und Renate Radwan, DG2HUF, haben in Jessen das Lager gemanagt. Frank Neumann, DM5WF, hat die Sites erkundet und Steffen Kaiser, DL5SFI, eigentlich Cheffotograf, hat überall zugegriffen. Sie wurden unter großem Beifall mit einer Goldmedaille ausgezeichnet.

Anerkennung und Dank sprach der Jessener Bürgermeister Michael Jahn den Wettkämpfern, Schiedsrichtern und Helfern aus. „Die Leistung der Helfer ist großartig. 65 große Antennen aufzubauen - die Zelte und die Notstromversorgung zu betreiben - das ist stark. Ich bin überzeugt, auf die Funkamateure kann man zählen“, sagte er während seiner Rede vor über 600 WM-Teilnehmern – denn jeder der mit half, darf sich zu Recht als Teilnehmer der Weltmeisterschaft betrachten.

Eine spannende und arbeitsreiche Woche liegt hinter allen Mitwirkenden der WRTC.

Mit Blick auf die umfangreichen vierjährigen Vorbereitungen führte Bürgermeister Jahn aus: „Andreas Winter, DK4WA, und Frank Neumann, DM5WF, aus Mühlberg ist es gelungen, die Landwirte für dieses große Vorhaben zu gewinnen. Die Agrargenossenschaften stellten ihre Flächen gern zur Verfügung. Ich bin stolz auf unsere Menschen. Frank und Andreas meinen besonderen Dank für diese unglaubliche Arbeit im Ehrenamt.“

Auch der Vorsitzende des Deutschen Amateur Radio Clubs, Steffen Schöppe, DL7ATE, übermittelte seinen Dank. Er wurde von Ron Jerke, DG2RON, vertreten der dem Distrikt Brandenburg vorsteht. Steffen hob hervor, dass es auch viele ehrenamtliche Helfer im Vorfeld der Veranstaltung gab, die in unzähligen Stunden und Tagen Material eingekauft und verarbeitet haben oder im Hintergrund den reibungslosen Ablauf der Weltmeisterschaft organisierten.

Die Helfer kamen nicht nur aus dem Austragungsgebiet der WM in Brandenburg und Sachsen-Anhalt, sondern aus ganz Deutschland und auch aus dem Ausland. Hierfür sprach er seine herzlichen Danke aus.

Etwas technischer wurde es in einem Beitrag von Paul Bigwood, G3WYW, dem Vertreter des Primesponsors YAESU. Er berichtete über die Geschichte und aktuelle Trends im Bereich des Amateurfunks, aus der Perspektive eines Geräteherstellers. Für die Gesamtorganisation fand er sehr lobende Worte und sprach seinen Dank an die Organisatoren aus.

Anschließend ging es an die Verleihung der WRTC-Pokale die von Randy Thomson, K5ZD, moderiert wurde. Er berichtete dass das Auswerte-Komitee innerhalb von 16 Stunden 3500 Logs bekommen hat, die zur Prüfung herangezogen werden konnten.

Folgende Auszeichnungen konnten verliehen werden

  • WRTC 2018 SSB Leader wurden Jeff Briggs, VY2ZM und Patrick Briggs, KK6ZM verliehen durch Michael Jahn

  • WRTC 2018 CW Leader wurden Tonno Vakh, ES5TV und Tiovo Hallikivi, ES2RR verliehen durch Ralf Theunert, DK1DSA

  • WRTC 2018 Multiplier Leader wurden  Tonno Vakh ES5TV und Tiovo Hallikivi, ES2RR verliehen durch Ulf Ehrlich, DL5AXX.

  • WRTC 2018 Accuracy Leader wurden Leo Slavov, OR2F, und Pascal Lierman, ON5RA verliehen durch Dietmar Kasper, DL3DXX

Bevor die Plätze auf dem Podium vergeben wurden zeichnete Chris, DL1MGB, noch das beste Jugendteam aus. Alexandru Mancus, YO8TTT, und Leonid Kharchenko, UT5GW, gingen als bestes Youth Team vom Platz und belegten im Gesamtklassement den 14. Platz.

Anschließend wurden die “Besten der Besten” aufgerufen.

  • Den Bronzeplatz belegten die vorherigen Weltmeister Chris Hurlbut, KL9A, und Daniel Craig, N6MJ. Der Pokal wurde von Uwe, DL8OBF, verliehen.

  • Die Silbermedaille gewannen Manfred Wolf, DJ5MW, und Stefan von Baltz, DL1IAO. Der Pokal wurde von Michael Höding, DL6MHW, überreicht.

  • Neuer Weltmeister sind Gedas Lucinskas, LY9A, und Mindis Jukna, LY4L. Der Pokal wurde von Christian Janßen, DL1MGB. überreicht.

Unter großem Beifall nahmen Michael Jahn und Chris, DL1MGB, die Siegerehrung vor. Ein bewegender Moment für die neuen Weltmeister und für alle an der WRTC 2018 beteiligten.

Abschließend wurde die WRTC vom Vorsitzende des Sanctioning Committees feierlich beendet. Auch er sprach seinen Dank für die unvergesslichen Tage in Jessen/Wittenberg aus. Er verkündete unter großem Beifall, dass die nächste WRTC in Italien stattfinden wird.

Mit einer großen Feier, bei der Helfer, Wettkämpfer und Schiedsrichter die tollen Erlebnisse besprachen, ging die WRTC 2018 zu Ende.

DL8DYL im Gespräch beim Medienteam

Wittenberg. (xv) „Mit 100 Watt ein pile up nach Nordamerika auf den Low Bands – das war phänomenal. Da wurde ich wirklich gefordert und es war ein tolles Gefühl, sich einmal so richtig ausfunken zu können“, begeistert gibt Irina Stieber (DL8DYL) aus Dresden ihre persönlichen Eindrücke von der WRTC wieder. Im Team mit Maddin Riederer (DL4NAC) aus Bayreuth haben beide über 4100 QSOs erreicht. Etwa 75% davon wurden in Telegrafie abgewickelt. Für Irina war es erstaunlich, was mit einem Dipol in 12m Höhe erreichbar ist: „Ich freue mich sehr darüber, dass es relativ einfach für uns war, auch außerhalb von Europa mit dieser Sendeleistung Stationen zu erreichen.“ Irina hat sich auf die Betriebsart Telegrafie spezialisiert. Phasenweise hat sie über 200 Verbindungen pro Stunde abgewickelt. 

Nachdem gestern um 14:00 Uhr Ortszeit die WRTC-Stationen den Betrieb einstellten legte sich dann auch bei Frank, DM5WF, die Anspannung der letzten Wochen und Monate.

Frank hatte im letzten Jahr alle Sites erkundet (explored) und mit vielen regionalen Unterstützern über die WRTC gesprochen. Viele tausend Kilometer und sicher auch tausend Stunden für die WRTC sind eine unglaubliche Leistung.

“Das Online-Scoreboard immer im Blick, hatte ich mich kurz vor Contest-Ende auf unseren alten Fieldday-Platz nach Kosilenzien begeben.” berichtete Frank. Hier saß eines der deutschen Teams. Manfred Wolf, DJ5MW, und Stefan von Balz, DL1IAO, zwei in der Contest-Szene bekannte Größen, die bei der WRTC2014 in den USA Dritte wurden.

Foto: Marko Schoeneberg

Wittenberg. (xv) Wenige Tage vor Beginn der Amateurfunk Weltmeisterschaft hatten wir Gelegenheit mit dem Bürgermeister der Stadt Wittenberg, Jochen Kirchner ein Interview zu führen.
 
„Wittenberg ist für die Amateurfunk Weltmeisterschaft in den nächsten Tagen der zentrale Ort der Organisation und der besonders wichtigen Ereignisse wie die feierliche Eröffnung und Siegerehrung. Viele Gäste werden aus dem In- und Ausland die Lutherstadt kennen lernen.
Was sagen Sie dazu und wie wird diese sehr spezielle Weltmeisterschaft von den Wittenbergern wahrgenommen? 
Foto: 
Marko Schoeneberg

Wittenberg. (xv) Jetzt ist auch nach außen hin erkennbar, dass das Luther-Hotel zum Hotspot des Radiosports - der World Radiosport Team Championship WRTC - in diesen Tagen geworden ist: Auf dem Dach des Hotels haben Ulf Ehrlich (DL5AXX) und Michael Höding (DL6MHW) erste Antennen montiert. Aufgebaut wurden zunächst eine Butternut HF6V und eine FD4. Damit ist die Station auf allen Contest-Bändern betriebsbereit. Die vergleichsweise einfachen Antennen werden wegen der kurzen Entfernung zu den Sites zahlreiche WRTC-Verbindungen erlauben. Die Teilnehmer haben so die Möglichkeit, vor dem Wettkampf, letzte Trainingseinheiten zu absolvieren. Zugleich ist es eine gute Möglichkeit, die derzeitigen Ausbreitungsbedingungen zu testen. Ferner ermöglicht die Station im Luther-Hotel am nächsten Wochenende den Organisatoren während des IARU-Contest zuzuhören. Dann zeigt sich, wie der Wettbewerb läuft und wie die pile up’s laufen. Ferner haben die im Hotel zurück geblieben Organisatoren und Helfer die Möglichkeit beim Contest ab Samstag 14.00 Uhr mitzumachen und den Wettkämpfern Punkte zu bescheren, denn jede Verbindung zählt.

f t